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Böhmen und Mähren

Geschichte im Herzen Mitteleuropas

Natürlich steht das deutsch-tschechische Verhältnis von der Ostkolonisation bis zur Vertreibung deutlich im Vordergrund. Aber der Autor versucht, die Geschichte der böhmischen Länder stets im Zusammenhang und im Wechselspiel mit der Reichsgeschichte und, wo es geht, auch im europäischen Bezug zu sehen. So entstand kein Nachschlagewerk, indem man sich nach Bedarf informiert, sondern ein trotz seines Umfangs lesenswertes Buch, ungemein faktenreich, manchmal etwas eigenwillig in Aussage und Formulierungen, eben lebendig berichtete Geschichte (urteilt Prof. Dr. Heinrich Pleticha, Würzburg).

59,00 

Art.-Nr.: 978-3-938047-17-0 Kategorie:

Produktbeschreibung

Die Mittelgebirge, die Böhmen und Mähren umschließen, haben zu keiner Zeit verhindert, dass starke Einflüsse von außen in diesen Raum gelangten, der seinerseits kräftige Wirkungen in die Nachbarländer hinein entfaltete. Die Region im Herzen Mitteleuropas war im Laufe ihrer Geschichte ein Ort besonders intensiver Begegnung, wobei ethnische und religiöse Gegensätze auch Konflikte mit sich brachten. Vor allem Deutsche und Tschechen lebten aber eher in Symbiose miteinander, bevor im 19. und 20. Jahrhundert scharfe Gegensätze aufbrachen, was zu den bekannten traurigen Verwicklungen führte. Bernd Rill wendet sich daher bewusst aus einer europaweiten Perspektive der Geschichte Böhmens und Mährens zu. Seine groß angelegte Übersicht reicht von den Anfängen der Besiedlung in der Steinzeit bis zum EU-Beitritt Tschechiens, wobei sich die Darstellung zur Gegenwart hin stetig verdichtet. Es ist eine gewandt und lebendig, ja mit Witz erzählte Geschichte, bei der bei aller Liebe zur Detailschilderung die große Linie stets erkennbar bleibt. Rill setzt dabei mitunter überraschende Akzente, scheinbar Altbekanntes wird in neuem Licht präsentiert, und neben der politischen Geschichte bleibt Raum für Sagen und Legenden, für Geistesgrößen wie Comenius und auch für eine literarische Gestalt wie den Schwejk. den Pfahlbausiedlungen bis zur Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg, von der Reichenauer Malerschule bis zu Martin Walser – der Bodensee ist eines der geschichtsträchtigsten Binnengewässer auf unserem Globus und zugleich ein immens reicher kultureller Mittelpunkt. Im hohen und späten Mittelalter wurde nahe seinen Ufern immer wieder die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation geschrieben, und auch in der Neuzeit ist er aus der Geschichte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz nicht wegzudenken. Mit dem 1414 eröffneten Konstanzer Konzil tagte am Bodensee die glanzvollste Versammlung, die das Abendland bis dahin gesehen hatte.

Über den Autor:
Bernd Rill, Jahrgang 1948, war bis 2013 bei einer politischen Stiftung als Referent für Recht, Staat, Europäische Integration und Dialog der Kulturen tätig. Zahlreiche historische Sachbücher, darunter Biographien über die Kaiser Friedrich III., Matthias und Karl VI. Im Casimir Katz Verlag erschien von ihm: „Der Bodensee“.

2 Bände im Schuber:
Band 1: Von der Urzeit bis zur Französischen Revolution
Band 2: Von der Romantik bis zur Gegenwart

Abbildungen, Register, gebunden

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